Bettagsritt

Beim Wassergraben wird's kritisch - Bericht aus der Thurgauerzeitung über das Gymkhana 2016

Autor: Rudolf Steiner

45 Einzelreiterinnen und -reiter und 14 Paare starteten am Samstag auf dem Nollen an der Gymkhana-Prüfung. Organisator der traditionellen Veranstaltung ist der Reitverein am Nollen.

Die grossen Publikumsmassen ziehen andere Pferdesportarten wie Springreiten, Dressur und Westernreiten an, sie sind zum Teil sogar olympisch. Gymkhana dagegen steht im Schatten dieser beim Publikum beliebten Reitsportarten, zieht weder grosse Zuschauermassen an, noch ist es olympisch. Zudem werden in dieser Disziplin weder Schweizer noch Europa- oder Weltmeisterschaften ausgetragen.

Reitprüfungen dieser Art sind für Wettkampf-Einsteiger geeignet, wobei selbständiges Reiten Voraussetzung ist. Das Gymkhana ist auch als Geschicklichkeitsprüfung bekannt. Der Parcours besteht aus einer Vielzahl von Hindernissen, die reiterliche und manuelle Geschicklichkeitsaufgaben stellen und grosses Vertrauen zwischen Reiter und Pferd voraussetzen. Gymkhanaprüfungen sind so gestaltet, dass sie in jeder Stufe eine faire Herausforderung für Pferd und Reiter sind, und die Rangierung soll das Können der Teilnehmenden widerspiegeln.

Es ist zu spüren, dass die Gymkhana von der Mithilfe und Beteiligung ganzer Familien lebt. Das verleiht dem ganzen Anlass eine gemütliche und kameradschaftliche Stimmung. So fungiert Heidi Rutschmann aus Mettlen als OK-Präsidentin und mit ihrem Mann Fritz auch als Parcoursbauerin. «Vorschriften in Bezug auf die einzelnen Posten gibt es nicht, wir bauen die zehn Posten aufgrund unserer Erfahrung auf», sagt sie. So sollen die Posten den Bedürfnissen der teils jugendlichen Reiterinnen und Reiter angepasst sein und die Pferde fordern.

Trotz Reiter und zusätzlicher Führung am Zügel durch eine Begleitperson verweigern viele Pferde das Passieren des Wassergrabens, weil für sie die reflektierende Plastikfolie ungewohnt ist. Nicht so die Stute Lady Gini von Michaela Schneider aus Hagenbuch, die folgsam durch den Wassergraben schreitet und dabei gleich ihren Durst stillt.

Jahresbericht 2015

Liebe Vereinsmitglieder

Gerne möchte ich mit euch zusammen auf das Vereinsjahr 2015 zurückblicken.

Gestartet wurde mit dem traditionellen Kegeln, bei welchem einmal nicht die reiterlichen Fähigkeiten, sondern die Zielgenauigkeit und Geduld geprüft wurden. Die Kegelbahn musste zwar zu Beginn noch von der neuen Schiessanlage befreit werden, als sie jedoch frei war, konnte das spannende Turnier beginnen. Es galt nicht immer nur die Höchstzahl, zum Teil musste auch möglichst genau angesagt werden, oder eine bestimmte Anzahl Kegel umgeschossen werden.

Als nächstes stand die Dressurprüfung auf dem Programm. Leider konnten wir sie nicht durchführen, da viele an diesem Datum verhindert waren, und sich deshalb zu wenige Teilnehmer anmeldeten. Wir hoffen, dass sie dieses Jahr wieder zustande kommt und viele an dem Anlass teilnehmen werden.

Für den Morgen des Tagesrittes welcher im Mai stattfand, war Regen angesagt. Deshalb änderten wir den Ritt kurzerhand in einen Nachmittagsritt um und ritten bei angenehmem Wetter Richtung Braunau und kehrten im Riethüsli ein. Das Wetter war bereits wieder so schön, dass einige sogar einen Eiskaffe genossen. Der Nachhauseweg dauerte dann leider etwas länger, da wir an verschiedenste neu Wege mit Reitverbot stiessen, und deshalb Umwege in Kauf nehmen mussten.

Im August führten wir das Vereinspringen zum zweiten Mal auf dem Springplatz in Weinfelden durch. Die Teilnehmer leisteten sich in zwei Durchgängen einen tollen Wettkampf und die Ritte wurden von zahlreichen Zuschauern verfolgt. Leider setzte im zweiten Umgang der Regen ein, weshalb die Festwirtschaft in die Halle verlegt werden musste. Das beendete die gute Stimmung jedoch nicht und so sassen wir noch eine Weile bei Wienerli, Kuchen und verschiedensten Getränken beisammen.

Einen Monat später waren wir bereits mit den Vorbereitungen für das Gymkhana und den Bettagsritt beschäftigt. Beide Anlässe konnten dann bei schönem Wetter durchgeführt werden und als Parcoursbauerin des Gymkhanas feierte Leona ihr Debut. Sie stellte einen anspruchsvollen, aber lässigen Parcours zusammen, der auch von den Teilnehmern viel Lob erhielt.

Als Dank für den guten Einsatz und die Hilfe an diesen beiden Anlässen führten wir im November das Helferessen im Restaurant Riethüsli durch.

Eine Woche später stand der traditionelle Kirchturmritt auf dem Programm. 16 Reiter und Reiterinnen fanden sich am Sonntagmorgen bei Fritz und Heidi auf dem Platz ein und machten sich auf den von Fritz ausgesuchten Weg. Ich freute mich über die grosse Teilnehmerzahl, da sich der Aufwand dadurch richtig lohnte. Die Posten waren wieder eine Auswahl zwischen betreuten Posten und Posten, welche ohne Helfer absolviert werden konnten. Dabei möchte ich noch den drei Postenstehern Kurt, Daniela und Jenny für ihre Hilfe danken. Im Anschluss sassen wir bei Fritz und Heidi noch gemütlich beisammen und wurden von Heidi mit feiner Suppe verköstigt.

Als Einstimmung auf Weihnachten trafen wir uns im Dezember zum Chlausritt, in welchem wir die Chlaushütte in Neukirch besuchten, und zum gemütlichen Weihnachtshöck in der Reiterstube bei Fritz und Heide. Wir knabberten feine Nüsse und Schokolade und assen die von Marlies hervorragend gebackenen Kuchen.

Im Dezember starteten wir auch die Winterreitstunden bei Marek Krupa in der Reithalle in Weinfelden. Wir treffen uns jeweils am Freitag für das gemeinsame Springtraining.

Abschliessend wünsche ich euch nun für dieses Jahr viel Erfolg und viel Spass, mit oder ohne Pferde.

Februar 2016
Die Vereinspräsidentin Aline Hunziker

Rundumblick auf dem Nollen - Bericht vom Gymkhana 2015

Beim Zelt- und Parcoursaufbau regnete es noch in Strömen, am Samstag herrschten dann auf dem Nollen jedoch ideale Bedingungen für die drei Gymkhana Prüfungen. Über 90 Reiter und Reiterinnen zeigten ihr Können und zahlreiche Besucher genossen die spannenden Ritte und die schöne Aussicht.

Der Parcours wurde zum ersten Mal von Leona Ziegler gebaut, bekam jedoch bereits von vielen Seiten Lob. Es musste flott, aber präzise geritten werden. Susanne Frehner gelang dies vorzüglich und sie gewann mit Une Belle des Dannes bei den Erwachsenen, obwohl dies für die Stute das erste Turnier überhaupt war. Bei den Junioren überzeugte Michaela Schneider auf Lady Gini und in der Führzügelklasse durfte Lukas Maier mit Dream Dancer V als erster etwas vom reichhaltigen Gabentisch auswählen. Im Teamgymkhana kämpften 17 Paare um den Sieg und erneut zeigte Susanne Frehner mit ihrem Teampartner Max Spring auf Carole du Champ CH die beste Leistung.

Im Verlauf des Wettkampfes kristallisierten sich die Knackpunkte des Parcours heraus und es zeigte sich, dass doch viele Pferde und Ponys vor schäppernden und raschelnden Sachen respekt hatten. So brauchte es bei den Hundesäckchen auf einer Wäscheleine doch viel Mut, und auch die Schäpperbüchsen konnten nicht immer durch die Stangengassen gezogen werden. Viele verschenkten auch wichtige Punkte beim Hufeisenwerfen, oder indem sie nicht gerade über die Wippe ritten. Alles in allem wurden jedoch sehr schöne und harmonische Ritte gezeigt und die Posten mit viel Ruhe und Geduld absolviert, was ein grosses Lob verdient.



Receycling auf dem Nollen - Bericht vom Gymkhana 2014

Trotz eines heftigen Regenschauers am frühen Samstagmorgen, konnte der Reitverein am Nollen am vergangen Samstag erfolgreich sein 8. Gymkhana durchführen. Dies lag auch daran, dass bereits kurze Zeit später die Sonne dann endlich durch die Wolken blickte, und die Teilnehmer zu Bestleistungen antrieb. Beatrice Bernet mit Unio, Michelle Pfister auf Lady Ronja und das Team aus Natascha Schneider und Sascha Meyer mit den Pferden Lady Gini und Dream of Shadow zeigten solche und sahnten in ihren Prüfungen den ersten Preis ab.

Der Parcoursbauerin Elisabeth Theiler gelang ein anspruchsvoller, aber interessanter Parcours mit dem Motto „Receycling“. Die PET Flasche stand im Zentrum, und manch einer war erstaunt, was man mit diesen so alles anstellen kann. Nicht jedem Pferd gefielen die rumpelnden und flatternden Recycling Güter. Und doch gab es erstaunlich viele Vierbeiner, die mutig durch die PET-Gasse liefen, vor den rumpelnden Büchsen keine Angst zeigten und auch den PET Sprung ohne Probleme meisterten. Falls einem Pferd ein Posten auch nach einigem Probieren immer noch nicht geheuer war, gab es am Ende der Prüfung die Möglichkeit, das Pferd an der Hand an den Posten zu gewöhnen, was auch von vielen Teilnehmern genutzt wurde. Plötzlich merkten die Pferde, dass diese Ungeheuer ganz harmlos sind.

Dank der zahlreicher Teilnehmer, des schönen Wetters, dem reichhaltigen Gabentisch und des liebevoll gestalteten Parcours, wurde auch dieses Gymkhana für Organisatoren, Zuschauer und Reiter ein wundervoller Anlass.


Vereinsausflug vom 13. April 2014

Es versammelten sich überraschend viele Vereinsmitglieder am 13. April 2014 um 8.45 Uhr auf dem Parkplatz der Talstation der Seilbahn in Brülisau. Anzutreffen waren an diesem trüben und kalten Morgen Aline Hunziker mit ihrem Freund Daniel, ihren Eltern und Geschwistern, Beatrice und Felix Bernet, Beas Verwandte Frau Hengartner, Marlis Bühlmann, Helene und Victor Brühwiler mit den Kindern, deren Grosseltern Heidi und Kurt Ehrenzeller, Marianne und Paul Käser, Hansjörg Ziegler, Marty …und Hans Ziegler, Elise und Hansueli Nater Werner Scherrer, sowie Fritz und ich. Gerne wäre auch Familie Theiler auf diesen Ausflug mitgekommen. Leider war infolge der späten Anmeldung das Restaurant bereits ausgebucht, sodass eine Teilnahme nicht mehr möglich war. Schade.

Mit der Seilbahn fuhren wir auf den Hohen Kasten. Die Fahrt dauerte rund 10 Minuten. Drei lange Tische waren für den Reitverein am Nollen reserviert. Ein reichhaltiges Buffet liess keine Frühstückswünsche offen. Weil sich der Teil des Restaurants mit den Tischen und Stühlen dauernd drehte und das Buffet sowie die restliche Einrichtung und die Fenster an Ort und Stelle blieben, mussten sich die Besucher immer wieder neu orientieren. Manche mussten ihren Platz nach der Selbstbedienung am Buffet wieder suchen. Leider mussten wir uns mit einer einheitlichen, milchig grauen Aussicht auf die zweifellos vorhandenen Berge rund um den Hohen Kasten zufrieden geben. Unser Vorstellungsvermögen wurde aber unterstützt durch die Anzeigetafeln an der Decke des Restaurants. Dort waren die Richtungen angegeben, in der die nahe- und fernliegenden Berge und Städte zu sehen wären, wenn kein Nebel die Sicht trüben würde.

Wie angekündigt, wurde um 10.30 Uhr das Frühstücksbuffet geschlossen. Zufrieden und satt verliessen wir das Restaurant. Einige drehten noch eine Runde im Naturgarten und suchten die seltenen Pflanzen im Nebel. Andere begaben sich auf die Seilbahn und verliessen den Hohen Kasten. An der Talstation warteten einige auf ihre Chauffeure, andere traten sofort den Heimweg an.

Alles in allem war es eine tolle Idee und wie es sich zeigte, wurde der Ausflug mit Interesse und Freude wahrgenommen. Viele interessante Gespräche haben stattgefunden, welche die Kameradschaft der Vereinsmitglieder förderten. An dieser Stelle eine Dankeschön an die Teilnehmer und Tischnachbarn, die unseren jungen Hund in ihrer Nähe tolerierten, was nicht selbstverständlich ist.

Reitverein am Nollen, den 25. Apr. 2014
Heidi Rutschmann


Gymkhana am Nollen 14. September 2013

Bei angenehmem Wetter führte der RV am Nollen am 14. September sein 7. Gymkhana durch. Neu im Programm war dieses Jahr neben der Führzügel- und der Juniorenprüfung eine Teamprüfung. In dieser Prüfungen starteten jeweils zwei Reiter oder Reiterinnen und bewältigten die Posten gemeinsam. Als bestes Team stellte sich am Ende Corinne Walzer und Manuela Tanner mit den Pferden Wanda und Jamaica heraus. Bei den Junioren gewann Celia Roth auf Baldi und in der Führzügelprüfung punktete Jan Silas Schneider mit Dream of Shadow am Besten.

Am Morgen waren alle Teilnehmer gespannt, was für Aufgaben sie diesesmal erwartet. Vor allem die Teilnehmer des Teamgymkhana wussten noch nicht recht, wie die Prüfung denn funktionieren wird. Diese mussten jedoch noch warten, denn zuerst zeigten die Junioren ihr Können. Die Parcoursbauerin Elisabeth Theiler stellte einen anspruchsvollen, aber interessanten Parcours auf, bei dem Geschicklichkeit, aber auch schnelles Reiten gefordert wurde, damit alle Posten absolviert werden konnten. Diese deckten von den Klassiker über Blachen und durch Stangen reiten bis hin zu Mohrenkopf essen und Pappteller unter die Pferdehufe stellen vieles ab. Der Juniorin Stefanie Sager gefiel es so gut, dass sie am liebsten gleich nochmals gestartet wäre, vor allem weil sie danach nicht mehr so nervös war. Auch den Kleinsten in der Führzügelprüfung gefiel der Parcours. Dieses Jahr wurde die Altersbegrenzung aufgehoben und so konnten auch noch ungeübte ältere Teilnehmer oder solche mit einem Handycap starten. Sie absolvierten den gleichen Parcours wie die Junioren, wurden aber zusätzlich von einer Führperson gesichert. Für das Teamgymkhana wurden die Posten nochmals umgebaut, damit sie im Team gelöst werden konnten.

Am Ende jeder Prüfung strahlten die Gesichter der Teilnehmer ein zweites Mal, denn jeder konnte sich vom reichlichen Gabentisch einen Preis auswählen und so gingen alle zufrieden nach Hause.

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